Wie verhält es sich mit dem Spiel, das derzeit in aller Munde ist? Nicht nur James Bond spielt, wie es in dem Spielfilm „Casino Royal“ dargestellt wird, gerne Poker, auch hierzulande erfreut sich das Spiel großer Beliebtheit. Doch können Online-Partien ein echtes Spiel ersetzen?
Was nie fehlen darf: Ein Pokerface, Mut zum Einsatz und natürlich ein gutes Blatt auf der Hand. Spannung bringt den Nervenkitzel bei diesem Spiel. Dieses Gefühl online zu verspüren wird nie in dem Maße gewährleistet sein, wie man es empfindet, wenn einem die Gegner direkt gegenüber sitzen. Das macht das Spiel aus. Das Spiel lebt davon. Und das wollen die Spieler auch erleben.
Die Spielregeln sind auch für Laien schnell zu verstehen: Ein Kartendeck, bestehend aus 52 Karten, wird ausgeteilt. Jeder Mitspieler erhält dabei jeweils zwei Stück. Dann werden die Einsätze festgelegt. Man fängt zunächst mit kleinen Einsätzen an, diese steigern sich dann in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen der Runden. Der Spieler, der dem Uhrzeigersinn entsprechend nach dem Big Blind („Großer Einsatz“) sitzt, fängt an den Einsatz zu bringen. Reihum geht es dann so weiter bis zum Small Blind („Kleiner Einsatz“). Die Person muss sich entscheiden, ob sie mitgeht oder, ob sie aus dem Spiel aussteigt.
Das Aufdecken der Karten geschieht nach folgendem Procedere: Zuerst wird der Flop (3 Karten) aufgedeckt. Dann nimmt die Runde wieder ihren Lauf, bis sie beendet ist. Wichtig ist, dass der Fairness halber, der Big und Small Blind von Runde zu Runde im Uhrzeigersinn wandern. So ist jeder mal dran, den ersten Einsatz zu bringen bzw. hat die Möglichkeit frühzeitig auszusteigen. Während einer Runde kann es vorkommen, dass jemand zunächst keinen Einsatz bringt, weil er die Karten vorerst checken will. Der nächste Spieler hat die Möglichkeit bei dieser Entscheidung mit zugehen oder den Einsatz zu bringen. Auch das Bluffen ist eine Möglichkeit, das Spiel einzuheizen, besonders dann, wenn die Mitspieler keinen blassen Schimmer haben, dass es sich um einen Bluff handelt. Aber genau darin liegt auch die Schwierigkeit, dieses gekonnt hinzubekommen.
Eine weitere Möglichkeit, die jedem Spieler während einer Runde frei steht, ist „all in“ zu gehen. Das bedeutet: Der Spieler setzt seine ganzen
Poker Chips, was in den meisten Fällen deutlich über dem zu bringenden Einsatz liegt. Nach dem Flop wird der River (1 Karte) aufgedeckt und zum Schluss der Turn (eine Karte). Der Gewinner ist der, der die besten Karte hat und somit die anderen Spieler übertrumpfen konnte. Ein Online-Spiel kann diese Emotionen nicht ersetzen. Das „echte“ Spiel macht dafür einfach viel mehr Spaß. Da braucht man sich nur umzuhören und da wird es sich bestätigen: Nichts geht über eine gemütliche Runde in gespannter Atmosphäre!